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Gut zu wissen - Infos zu Finikounda

Einige Fakten zu Finikounda

Einwohnerzahl:

Finikounda selbst hat nach der griechischen Volkszählung von 2021 rund 500. Für die gesamte Ortsgemeinschaft werden je nach Abgrenzung knapp 600 Einwohner angegeben.

Lage:

Finikounda liegt an der Südwestküste Messeniens etwa 10 Kilometer südöstlich von Methoni und ungefähr 60 Kilometer südwestlich von Kalamata. Der Ortskern liegt aufgrund seiner Nähe zum Meer praktisch auf Meereshöhe; verschiedene Ortsteile liegen etwa 5 bis 20 Meter über dem Meeresspiegel.

Verwaltung:

Finikounda gehört heute zur Gemeinde Pylos-Nestor und dort zum Gemeindebezirk Methoni. Die heutige Verwaltungsstruktur besteht erst seit der griechischen Kommunalreform von 2011. Zur Ortsgemeinschaft gehören auch kleinere Siedlungen wie Anemomylos, Chounakia, Grizokampos und Loutsa sowie die Insel Schiza. Das erklärt teilweise, warum unterschiedliche Quellen bei der Einwohnerzahl voneinander abweichen.

Die Inselwelt vor Finikounda:

Gegenüber liegen die Messenischen Inousses, zu denen Schiza, Sapientza, Venetiko und kleinere Felseninseln gehören. Dadurch hat man vom Ort aus einen ungewöhnlich weiten Blick über eine inselreiche Küstenlandschaft.

Einnahmequellen:

Trotz seiner touristischen Bedeutung sind Olivenanbau, Landwirtschaft und Fischerei weiterhin Teil des örtlichen Wirtschaftslebens. Der Tourismus ist inzwischen aber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden

Geschichte von Finikounda

Der Ortsname im Laufe der Geschichte:

Besonders interessant ist die jüngere Geschichte des Ortsnamens. Finikounda hieß früher „Taverna“ und später „Paralia Lachanadas“. Erst 1930 erhielt der Ort seinen heutigen Namen. Nach örtlicher Überlieferung gab es dort ursprünglich eine einzelne Taverne, die den wenigen Bewohnern und Fischern als Treffpunkt diente. Nach ihr wurde die kleine Ansiedlung benannt.

Die Entstehung des heutigen Dorfes wird auf das 19. Jahrhundert datiert. Nach Angaben der regionalen Tourismusbehörde ließen sich in den 1840er-Jahren Bewohner des nahe gelegenen Dorges Lachanada hier nieder, die als Flüchtlinge aus Kreta gekommen waren.

Noch weiter zurück in der Geschichte:

Pausanias /ca. 110 - 180 n. Chr.), ein berühmter griechischer Reiseschriftsteller und Geograph,  bereiste im 2. Jahrhundert n. Chr. das römische Griechenland und verfasste ein monumentales, zehnbändiges Reisehandbuch namens Beschreibung Griechenlands. Im Buch über die Region Messenien erwähnte er einen Hafen hinter dem Kap Akritas und nannte diesen „Finikous Limin“(Φοινικούς Λιμήν), was übersetzt „Phönizischer Hafen“ bedeutet. Pausanias hielt in seinen Berichten fest, dass die Phönizier – ein antikes Seefahrervolk – an dieser Küste einst einen Stützpunkt für den Seehandel und den Fang von Purpurschnecken (griechisch ebenfalls Phoenikus) gegründet hatten.